A festival for Outernational Music that takes place in various locations in Innsbruck. Our programme is not about genres or superstars.

Sa. 24.10.26 – Positive Futures Festival 2026 @Snkt Brtlm


Yann Gourdon

Der Musiker, Komponist und Klangkünstler Yann Gourdon verschreibt sich den Schwingungen und der Wahrnehmung von Klängen als musikalische Ausdrucksmittel. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Beobachtung akustischer Phänomene in ihrer dynamischen Beziehung zur Umgebung, zur Architektur und zur Landschaft. Live sprengt er die Vorstellung gemeinsamen Erlebens von Musiker und Publikum. Seine Klänge durchsetzen den Raum und unterwerfen ihn einem mechanischen, fortschreitenden Kausalgesetz – unabhängig von Interpret und Komposition.

 


Ghadr

Auf „Ghadr“ (dt. Verrat) spielen Sandy Chamoun, Anthony Sahyoun und Jad Atoui mit dem Chaos: Wogen funkelnder Elektronik treffen auf Verzerrungen mit Gesang aus der klassisch-arabischen Tradition, die hier neu interpretiert wird. Die Tracks basieren auf pulsierenden Kreisläufen aus Gitarre und modularer Synthese, wobei Erstere als Auslöser für die unberechenbaren Klänge der letzteren fungiert. Ein Album zwischen Unsicherheit und Unterbewusstsein, das im gemeinsamen Rhythmus das sich wechselseitige Mitreißen hörbar macht. Energiegeladen, roh, neu.


comfort

Durch jahrelanges, intensives Songwriting und Auftritte in der Queer-/Punk-Szene Glasgows hat das Geschwisterduo comfort seinen Sound entwickelt. Sean an den Drums, Natalie als charismatische Frontfrau, dazu wild oszillierende Software-Synths – direkt, mitreißend, ungefiltert. Ihre konfrontative Verletzlichkeit zielt auf persönliche wie queere Befreiung in einer einengenden Gesellschaft. comfort fordern Freiheit, nicht Toleranz – Punk-Ethos für das 21. Jahrhundert, ohne Interesse an einem Mittelweg in der Bigotterie.

 


LANDROSE

LANDROSE aus Brüssel bringt extrem verzerrten Sound auf die Bühne – intensiv, und kompromisslos. Mit der cutting-edge Industrial-Kante zeitgenössischer Elektronik und Punk-Attitüde entstehen energiegeladene Sets, die Genre-Grenzen zerstören. Kraftvolle, fast gewaltsame Drumbeats erzeugen wuchtige, hypnotische Sound-Attacken – roh und unerbittlich. Ein viszerales Erlebnis, das das Publikum sowohl erschöpft als auch euphorisch zurücklässt. Musik, in seiner Aggression vertraut, in der Ausführung aber völlig neuartig.


SANAM

SANAM, ein Sextett aus Beirut, verschmilzt Psych/Kraut, Improvisation/Skronk, Elektronik, Goth und Jazz mit traditioneller ägyptischer Musik und moderner arabischer Poesie – großangelegter, hybrider Avant-Rock aus Beiruts kreativer Independent-Szene.Die versierten Musiker*innen rund um Sandy Chamoun, mit Verbindungen zu einflussreichen libanesischen Acts wie Kinematik, Postcards und Al Rahel al Kabir, haben sich 2021 nach einer Einladung von der deutschen Krautrock-Legende Hans Joachim Irmler (Faust) formiert – gefestigt inmitten nationaler Unruhen.

 


Donna Savage

Donna Savage, Rapperin aus Wien, glänzt mit harten Punchlines, rauchiger Stimme und einer gewaltigen Portion Selbstbewusstsein. Rollenklischees und Rap-Schubladen sind ihr egal – sie brettert auf Trapbeats ebenso wie auf Boombap. Mit ihrer kompromisslosen Attitüde und „auf die Fresse“-Feminismus ist sie gekommen, um zu bleiben. Ihr Album „Gusch“ dreht die Eskalation weiter auf: die Anspielung im Opener auf das wienerische „Hoit die Bappn“, liefert musikalisch düstere Memphis-Battle-Raps über deftige Brenk-Beats. Eines der Rap-Highlights 2026 – kompromisslos und verletzlich.


KAVARI

KAVARI, aufgewachsen in den schottischen Highlands, organisierte als Teenagerin eigene Raves gegen die fehlende Vielfalt der lokalen Szene. Ihre Philosophie: radikale Ablehnung von Mainstream-Konventionen, ständige Neuerfindung gegen Wiederholung und Selbstgefälligkeit der Musikindustrie. Als „Priesterin des Undergrounds“ gefeiert, von Aphex Twin als eine der brillantesten elektronischen Stimmen der letzten Jahre gelobt. Beeinflusst von Künstler*innen wie Skrillex, Genesis P-Orridge, Lorn und Arca, verbindet sie raue Texturen mit ätherischen Klanglandschaften. Mit „PLAGUE MUSIC“ erweitert sie Genregrenzen – emotional und körperlich kraftvoll.


Timetable:

17:00 Einlass
17:30 Yann Gourdon
18:30 Ghadr
19:30 comfort
20:30 Landrose
21:30 Sanam
23:00 Donna Savage
24:00 Kavari

Sämtliche Infos zum Festival sowie Tickets findet ihr hier – https://positive-futures.at/